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Camera Nazionale della Moda Italiana wird Pelz bei der Mailand Fashion Week nicht mehr bewerben

Die Ankündigung der pelzfreien Richtlinien von CNMI erfolgt nach Gesprächen mit LAV, Humane World for Animals und Collective Fashion Justice

Holt i Floa mink fur farm Iceland 18 November 2025

Kristo Muurimaa

BERLIN/MAILAND – Der nationale Verband für italienische Mode, Camera Nazionale della Moda Italiana (CNMI), alleiniger Inhaber der Marke „Milano Fashion Week®“, hat heute verkündet, dass er Pelz bei keiner offiziellen Veranstaltung der Mailand Fashion Week mehr bewerben wird, auch nicht in sozialen Medien. Die Ankündigung folgt auf Gespräche mit der italienischen Tierschutzorganisation LAV (Lega Anti Vivisezione), Collective Fashion Justice und Humane World for Animals.

CNMI hat „Guidelines on the Use of Fur During Milan Fashion Week“ (dt: Richtlinien für den Einsatz von Pelz während der Mailand Fashion Week) entwickelt und ruft Marken dazu auf, pelzfrei zu werden. Zwar wird CNMI Marken und Designer*innen nicht daran hindern, außerhalb der Mailand Fashion Week Pelz in ihren Kollektionen zu verwenden, trotzdem hofft die Organisation, durch den Aufruf zum Verzicht auf Pelz und das Verbot, Pelztierprodukte während der Modewoche zu bewerben, Innovationen für ethischere und nachhaltigere Materialien anzustoßen.

Diese Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Europäische Kommission ihre Antwort auf die Europäische Bürgerinitiative für ein pelzfreies Europa längst hätte vorlegen sollen.

Die Fashion Weeks in New York und London sowie die in Kopenhagen, Berlin, Stockholm, Amsterdam, Helsinki und Melbourne haben bereits pelzfreie Richtlinien eingeführt. Auch wenn die Richtlinie von CNMI für die Mailand Fashion Week nicht so weit gehen wie bei anderen pelzfreien Modewochen, unterstützen wir die erzielten Fortschritte und werden weiterhin mit CNMI zusammenarbeiten, um ihre Position in Zukunft zu stärken.

Simone Pavesi, Leiterin der Animal Free Fashion Unit bei LAV: „Die CNMI-Richtlinien tragen dazu bei, dass die Laufstege der Mailand Fashion Week pelzfrei werden. Diese Richtlinien sind eine ethische und verantwortungsvolle Entscheidung und passen zu den Nachhaltigkeitsstrategien der Mitglieder, von denen die meisten Pelz bereits verbannt haben. Gleichzeitig werden die wenigen, die Pelz noch verwenden, entsprechend den neuen Richtlinien von Camera Moda dazu ermutigt, darauf zu verzichten.“

Emma Håkansson, Gründungsdirektorin von Collective Fashion Justice: „Die pelzfreien Richtlinien von CNMI sind ein historischer Schritt für die italienische Modebranche auf dem Weg weg von unethischem und nicht nachhaltigem Pelz. Es ist ein wichtiger Fortschritt, dass CNMI Pelz bei der Mailand Fashion Week nicht mehr aktiv bewerben wird. Ohne eine pelzfreie Richtlinie wie bei der New York und London Fashion Week lässt sich Grausamkeit auf den Laufstegen in Mailand nicht sicher ausschließen, aber wir hoffen, dass diese Ankündigung den verstärkten Einsatz von ‚next-generation‘ Materialien fördert, die sowohl schön als auch verantwortungsvoll sind. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit CNMI, um Tiere zu schützen, die nicht dafür existieren, zu Kleidung zu werden.“

PJ Smith, Fashion Policy Director bei Humane World for Animals: „Es ist klar, dass CNMI überzeugt ist, dass es überholt, unnötig und nicht mehr zeitgemäß ist, jedes Jahr zig Millionen Wildtiere allein wegen ihres Fells einzusperren und zu töten. Italienische Modemarken, die heute relevant bleiben wollen, tun gut dran, diesem pelzfreien Trend zu folgen. Das sind auch großartige Nachrichten für die Zukunft von Materialinnovationen. Ankündigungen wie diese fördern Kreativität und Innovation, die besser für Tiere und den Planeten sind.“

Carlo Capasa, CEO von CNMI: „Die Einführung dieser Richtlinien ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit, den Camera Nazionale della Moda Italiana seit über einem Jahrzehnt zur Unterstützung von ‚Made in Italy‘ verfolgt. Diese Initiative unterstreicht unsere Entschlossenheit, die Entwicklung der Modebranche mit voller Aufmerksamkeit und mit einem ausgewogenen Ansatz anzugehen, im Einklang mit den Strategien, die wir bereits verfolgen.“

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